Woher stammt der Kanarienvogel?

 


Kanarienvogel (serinus canaria forma domestica)

Schon seit über 500 Jahren wird der Kanarienvogel in Europa gezüchtet und hat sich in den Niederlanden, England, Deutschland und in der Schweiz zu einem der beliebtesten Haustiere entwickelt. Auch heute noch ist er weltweit der am häufigsten im Käfig gehaltene Vogel überhaupt.

Sein „Stammvater“, der Kanariengirlitz (serinus serinus), ist auf Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln beheimatet. Seeleute brachten den kleinen grüngelben Vogel nach Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Spanier vor einem halben Jahrtausend mit nach Europa. Der Überlieferung nach war es der melodische Gesang des Kanariengirlitz, dem das besondere Interesse galt und der zum Beginn der Kanarienzucht führte. Pfiffige Mönche züchteten die kleinen Vögel, verkauften aber immer nur die Hähne, da nur diese singen, so dass man bis Ende des 17. Jahrhunderts auf Nachschub aus Spanien angewiesen war. Trotz des strikten Ausfuhrverbotes von Kanarienweibchen, wurden einige Hennen nach England und Italien geschmuggelt und mit der Nachzucht begonnen. Von dort aus gelangten die kleinen Sänger nach Deutschland, in die Schweiz, nach Holland und auch nach Österreich. Der Kanarienvogel hat eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren.

Farben, Form, Gesang

Zuchtmutationen im Laufe der Jahre, ließen die verschiedensten Farbschattierungen zwischen gelb, weiss und rot, einfarbig oder gescheckt entstehen.Wobei die rote Farbe erst durch Einkreuzung des Kapuzenzeisigs möglich war.

Auch der Gesang des Vogels wurde herausgezüchtet. Seit rund 100 Jahren ist der so genannte „Harzer Roller“ als Sänger mit wohlklingender Stimme beliebt.

 

Züchter unterscheiden unter drei Rassegruppen:

 

Farbkanarien , Positurkanarien, Gesangskanarien.

 

Quelle: Voliere Zürich